Katzen richtig ernähren — Der komplette Ratgeber
Die richtige Ernährung ist das Fundament für ein langes, gesundes Katzenleben. Hier erfährst du alles: Nass vs. Trocken vs. BARF, wie du gutes Futter erkennst, Futtermengen nach Gewicht, richtige Umstellung, Allergien erkennen, Kitten- und Senior-Ernährung und was Katzen absolut nicht essen dürfen.
Fleischanteil
Min. 60%
Nass/Tag
40g pro kg
Mahlzeiten
2-3 / Tag
Kosten
30-120€/Mon
Katzenernährung im Detail
Katzenernährung — die Grundlagen
Katzen sind obligate Karnivoren (strikte Fleischfresser). Anders als Hunde oder Menschen können sie pflanzliche Proteine nur eingeschränkt verwerten und sind auf tierisches Eiweiß, Taurin, Arachidonsäure und bestimmte Vitamine aus Fleisch angewiesen. Ein ausgewachsener Kater braucht täglich ca. 250 kcal, eine Kätzin 200 kcal, ein Kitten je nach Alter 150-300 kcal. Die ideale Ernährung einer Hauskatze: hoher Fleischanteil (mind. 60%, besser 70%+), wenig Kohlenhydrate, kein Zucker, möglichst wenig Getreide, keine Zusatzstoffe wie künstliche Farbstoffe. Die Realität vieler Supermarkt-Futter: viele Kohlenhydrate, pflanzliche Proteine als Füllstoff, wenig echtes Fleisch — langfristig führt das zu Diabetes, Harnwegsproblemen und Übergewicht. Investiere in hochwertiges Futter — spart Tierarztkosten.
Nassfutter vs. Trockenfutter — was ist besser?
Die Antwort lautet: Nassfutter ist besser, aber Kombination ist ideal. Nassfutter enthält 70-80% Wasser — das entspricht natürlicher Beute und deckt den Flüssigkeitsbedarf ab. Katzen trinken von Natur aus wenig, Nassfutter beugt Harnwegsinfekten und Nierenerkrankungen vor. Trockenfutter enthält nur 5-10% Wasser — Katzen müssen zusätzlich viel trinken, was viele nicht tun. Dafür ist Trockenfutter kalorienreicher und praktischer (kann lange im Napf stehen). Empfehlung: Nassfutter als Hauptmahlzeit (2-3× täglich), Trockenfutter in kleinen Mengen als Snack oder für die Nacht. Die Faustregel: Pro 5 kg Katzengewicht ca. 200 g Nassfutter + 30-40 g Trockenfutter täglich. Reine Trockenfutterfütterung ist bei erwachsenen Katzen problematisch — erhöhtes Risiko für Blasensteine, Diabetes und Übergewicht.
BARF — Rohfütterung für Katzen
BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) ist die ursprünglichste Katzennahrung — rohes Fleisch, Innereien, Knochen und Zusätze. Vorteile: sehr natürlich, höchste Qualität, keine Zusätze, bessere Zahngesundheit. Nachteile: aufwändig (Rezeptur berechnen, Fleisch einfrieren/auftauen), Hygienerisiken (Salmonellen, Kampylobacter), Nährstoffmängel bei falscher Zusammensetzung, teurer (80-120€/Monat). BARF ist nichts für Anfänger — Nährstoffzusammensetzung muss mit Supplementen (Taurin, Vitamine, Kalzium) perfekt ausbalanciert werden. Empfehlung: Wenn BARF, dann mit qualifiziertem Ernährungsberater oder fertigen BARF-Menüs (Frostfutter) wie Animonda BARF oder Wildes Land BARF. Für die meisten Halter ist hochwertiges Nassfutter die praktischere Alternative mit fast gleichem Ernährungswert.
Bestes Katzenfutter — worauf achten?
TippBeim Futterkauf auf die Zusammensetzung achten. Gute Zutaten: Benannte Fleischsorten („Hühnchenfleisch 65%", nicht „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse"), Innereien (Herz, Leber — wichtige Nährstoffquellen), wenig bis keine Kohlenhydrate, Taurin (essentiell für Katzen, meist zusätzlich hinzugefügt), Omega-3/6-Fettsäuren für Fell. Rote Flaggen: „Tierische Nebenerzeugnisse" (unspezifisch, oft minderwertig), Getreide/Reis/Mais (Füllstoffe), Zucker/Karamell (süß für menschliche Wahrnehmung), künstliche Farbstoffe, Lockstoffe. Premium-Marken: Animonda Carny, MjAMjAM, Catz Finefood, Wildes Land, Granata Pet, Select Gold, Applaws. Gute Mittelklasse: GranataPet, Terra Faelis, Kitzy. Supermarkt-Günstig (Whiskas, Felix, Sheba): oft zu viele Kohlenhydrate und minderwertige Proteine — kann als gelegentlicher Snack okay sein, nicht als Hauptnahrung.
Futtermenge und Fütterungsrhythmus
Die richtige Futtermenge hängt von Gewicht, Alter und Aktivität ab. Faustregel: Pro 1 kg Katzengewicht ca. 40 g hochwertiges Nassfutter, entspricht ca. 40-50 kcal. Eine 5-kg-Katze braucht also 200-250 g Nassfutter täglich, verteilt auf 2-3 Mahlzeiten. Kitten brauchen deutlich mehr (pro kg 2-3× Kalorien eines Erwachsenen), verteilt auf 4-5 Mahlzeiten täglich. Senior-Katzen benötigen weniger Kalorien, aber höhere Proteindichte. Trockenfutter kann als freie Verfügung im Napf bleiben — aber bei übergewichtigen Katzen portionieren. Bei Mehrkatzenhaushalten: getrennte Futterplätze, damit jede Katze ihre Portion bekommt. Fressabstand 12-24 Stunden sollte nicht überschritten werden — Katzen neigen zu Leberverfettung bei längerem Fasten. Futternäpfe täglich reinigen, besonders bei Nassfutter.
Futterumstellung richtig machen
TippFutterwechsel muss langsam erfolgen — Katzen haben empfindliche Verdauungssysteme und reagieren mit Durchfall oder Erbrechen auf plötzliche Umstellungen. Vorgehen über 7-14 Tage: Tag 1-3: 75% altes Futter, 25% neues. Tag 4-6: 50/50. Tag 7-9: 25% altes, 75% neues. Tag 10+: 100% neues Futter. Bei empfindlichen Katzen langsamer (14-21 Tage). Beobachte Kotkonsistenz und Fressverhalten. Bei Durchfall: einen Schritt zurück. Viele Katzen verweigern zunächst neues Futter — geduld ist wichtig, nicht hungern lassen bei völliger Verweigerung (Leberverfettungsgefahr nach 24h). Tipp: Vom Züchter oder Tierheim kriegst du meist eine kleine Portion des gewohnten Futters mit — daran orientieren und nach 2-4 Wochen nach Eingewöhnung umstellen. Nicht: von heute auf morgen wechseln.
Futterallergien und Unverträglichkeiten
AchtungKatzen können Futterallergien entwickeln, besonders gegen bestimmte Proteinquellen (Huhn, Rind, Fisch) oder Getreide. Symptome: chronischer Durchfall, Erbrechen, Juckreiz, Haarausfall, Otitis (Ohrentzündung), übermäßiges Putzen. Diagnose: Ausschlussdiät mit einer neuen Proteinquelle (z.B. Kaninchen, Pute, Wild) über 8-12 Wochen — keine anderen Proteine, keine Leckerli, kein Trockenfutter mit Beimischungen. Wenn Symptome weggehen: Allergen gefunden. Laktose-Intoleranz ist bei Katzen weit verbreitet — ausgewachsene Katzen sollten keine Kuhmilch bekommen (Durchfall). Hypoallergene Futter: Hills z/d, Royal Canin Anallergenic, Specific Allergen Management. Bei Verdacht auf Allergie: Tierarzt konsultieren, nicht selbst experimentieren — manche Allergien sind Symptom anderer Krankheiten.
Kitten-Ernährung bis zum 12. Monat
Kitten brauchen 2-3× mehr Kalorien pro kg als Erwachsene — sie wachsen und brauchen Energie. Kitten-Futter hat höheren Fett- und Proteinanteil. Füttern: 4-5 Mahlzeiten täglich, kleinere Portionen. Bis zum 12. Monat Kitten oder Junior Futter, bei großen Rassen (Maine Coon, Ragdoll) bis 18-24 Monate. Nicht: Adult-Futter (zu wenig Kalorien), Hundefutter (zu wenig Taurin, führt zu Blindheit!), Kuhmilch (Laktoseintoleranz, Durchfall). Spezial-Kitten-Milch ist ok, aber nicht nötig. Empfohlene Marken: Animonda Carny Kitten, MjAMjAM Kitten, Royal Canin Kitten (Trockenfutter), Purizon Kitten. Die ersten 2 Wochen nach Einzug nur das Futter vom Züchter geben, dann langsam umstellen. Wasser immer getrennt vom Futter, frisch. Trinkbrunnen sind bei Kitten extrem wertvoll.
Senior-Ernährung ab 10 Jahren
Ab 10 Jahren werden Katzen „Senior". Stoffwechsel verlangsamt sich, Nieren werden empfindlicher, Zahnprobleme häufen sich. Anpassungen: hochverdauliches Futter mit weniger, aber hochwertigem Protein (schont Nieren), mehr Feuchtigkeit (Nassfutter!), Zusätze wie Taurin, Omega-3, Glucosamin. Senior-Futter: Hills Science Plan Senior, Royal Canin Ageing, Almo Nature Senior, Animonda Integra Protect. Wichtig: regelmäßige Blutbilder (halbjährlich) zur Erkennung von Nieren- oder Schilddrüsenproblemen. Diabetes bei Senior-Katzen: spezielles Diabetes-Futter (Hills m/d, Royal Canin Diabetic) plus Insulin. Niereninsuffizienz (häufigste Todesursache bei Senior-Katzen): Diätfutter mit reduziertem Phosphor und Protein. Hyperthyreose: Hills y/d kann helfen. Im Seniorenalter: Futter mindestens alle 6 Monate beim Tierarzt besprechen.
Gewichtskontrolle und Diät
AchtungÜber 50% der deutschen Katzen sind übergewichtig. Übergewicht verursacht Diabetes, Gelenkprobleme, Herzerkrankungen und reduziert die Lebenserwartung um 2-3 Jahre. Ideales Gewicht: bei durchschnittlicher Hauskatze 3,5-5 kg, große Rassen entsprechend mehr. Erkennbar: Rippen sollten fühlbar aber nicht sichtbar sein, Taille von oben sichtbar. Bei Übergewicht: Kalorien um 20-30% reduzieren (nicht mehr!), Nassfutteranteil erhöhen, Trockenfutter portionieren statt zur freien Verfügung, Leckerli-Stopp, mehr Spielen (Bewegung). Diät-Futter: Hills Prescription Diet Metabolic, Royal Canin Obesity Management, Animonda Integra Light. Gewichtsverlust langsam: 1% pro Woche ist ideal — zu schnell führt zu Leberverfettung (lebensgefährlich!). Regelmäßig wiegen (wöchentlich bei Diät). Mit Tierarzt absprechen.
Was Katzen nicht essen dürfen
AchtungWichtige No-Gos in der Katzenernährung: Schokolade (Theobromin — toxisch, tödlich), Kaffee/Tee (Koffein — toxisch), Alkohol (tödlich), Weintrauben/Rosinen (Nierenversagen), Zwiebeln und Knoblauch (Anämie), roher Fisch (Thiaminmangel), rohe Eier (Biotinmangel, Salmonellen), rohes Schweinefleisch (Aujeszky-Virus, tödlich!), Kuhmilch (Laktoseintoleranz, Durchfall), Avocado (toxisch), Nüsse (Fettlebergefahr), Zucker und Süßigkeiten (kein Bedarf, Diabetesrisiko), Knochen (Splitter können Darm verletzen), verdorbenes Fleisch. Hundefutter nicht dauerhaft (zu wenig Taurin — Blindheit). Gewürze und Salz vermeiden. Nicht alle menschlichen Lebensmittel sind automatisch schädlich: kleine Mengen gekochtes Huhn oder Thunfisch sind ok als Leckerli. Bei Vergiftungsverdacht: sofort Tierarzt oder Tiergiftnotruf (0711-6450035).
Leckerli, Snacks und Belohnungen
Leckerli sind bei Katzen beliebt, aber oft Kalorienbomben. Regel: Leckerli dürfen max. 10% der Tageskalorien ausmachen — sonst Übergewicht und Futterverweigerung beim Hauptfutter. Gesunde Leckerli: gefriergetrocknetes Fleisch (Huhn, Fisch) pur, Katzenminze, spezielle Dental-Sticks. Kaubare Snacks wie Catessy-Sticks oder Vitakraft-Leckerli: okay in Maßen. Süßigkeiten: komplett tabu (Katzen schmecken kein Süß, Zucker führt zu Diabetes). Käse in Mini-Mengen: ok, aber laktosearm. Tipp: Trockenfutter-Pellets als Trainings-Leckerli — einfach, gesund, im Kalorien-Budget. Leckerli für Training (Sitz, Platz, an der Leine laufen) sind pädagogisch sinnvoll. Nicht: dauernd Leckerli aus der Hand füttern ohne Grund — führt zu ständigem Betteln.
Weiterführende Ratgeber
Häufige Fragen zur Katzenernährung
Was ist das beste Katzenfutter?
Das beste Futter hat einen hohen Fleischanteil (mind. 60%, besser 70%+), wenig Kohlenhydrate, keinen Zucker, kein Getreide und wenige Zusätze. Empfehlenswerte Premium-Marken (Nassfutter): Animonda Carny, MjAMjAM, Catz Finefood, Wildes Land, Granata Pet. Mittelklasse: Kitzy, Terra Faelis. Supermarkt-Marken wie Whiskas, Felix, Sheba sind oft minderwertig mit wenig Fleisch und viel Füllmaterial. Als Trockenfutter-Ergänzung: Purizon, Wildcat, Orijen, Royal Canin. Reine Trockenfutterfütterung ist nicht empfehlenswert — Nassfutter als Hauptmahlzeit ist gesünder.
Nassfutter oder Trockenfutter — was ist besser für Katzen?
Nassfutter ist grundsätzlich gesünder. Es enthält 70-80% Wasser (Trockenfutter nur 5-10%), was den natürlichen Beutetieren entspricht und den Flüssigkeitsbedarf deckt. Katzen trinken von Natur aus wenig — reine Trockenfutterfütterung erhöht das Risiko für Harnwegsinfekte, Blasensteine und Niereninsuffizienz. Ideal ist eine Kombination: Nassfutter als Hauptmahlzeit (2-3× täglich), Trockenfutter in kleinen Mengen als Snack oder für nachts. Bei ausschließlicher Trockenfütterung: Trinkbrunnen und ausreichend Wasser zur Verfügung stellen.
Wie viel Futter braucht eine Katze am Tag?
Faustregel: Pro kg Körpergewicht ca. 40 g hochwertiges Nassfutter, entspricht 40-50 kcal. Eine 5-kg-Katze braucht ca. 200-250 g Nassfutter pro Tag, verteilt auf 2-3 Mahlzeiten. Kitten brauchen 2-3× mehr Kalorien pro kg als Erwachsene, verteilt auf 4-5 Mahlzeiten. Senior-Katzen (ab 10 Jahren) brauchen etwas weniger Kalorien, aber hochwertigere Proteine. Bei reiner Trockenfutter-Fütterung: ca. 40-60 g pro Tag. Bei Mischfütterung: Nassfutter als Hauptmahlzeit + 20-30 g Trockenfutter. Auf der Futterpackung steht die empfohlene Menge — oft zu hoch angegeben, 10-20% abziehen.
Was bedeutet getreidefrei bei Katzenfutter?
Getreidefrei bedeutet, dass keine Getreideprodukte wie Mais, Weizen, Reis, Gerste oder Hafer im Futter enthalten sind. Da Katzen als Karnivoren wenig Kohlenhydrate verwerten können, ist getreidefrei grundsätzlich vorteilhaft — weniger Diabetesrisiko, bessere Verdauung. Aber: nicht jedes getreidefreie Futter ist automatisch hochwertig. Manche ersetzen Getreide durch Kartoffeln, Erbsen oder andere Kohlenhydrate. Wichtig: auf Fleischanteil achten (mind. 60%), nicht nur auf „getreidefrei". Empfehlenswert: Premium-Marken wie Animonda Carny (70%+ Fleisch, getreidefrei), MjAMjAM, Catz Finefood.
Darf ich meiner Katze Milch geben?
Nein, keine Kuhmilch! Die meisten erwachsenen Katzen sind laktoseintolerant — sie produzieren nach der 6. Lebenswoche kein Laktase-Enzym mehr. Kuhmilch führt zu Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen. Auch keine Sahne, Joghurt oder Käse in größeren Mengen. Was stattdessen: frisches Wasser (mehrere Wassernäpfe in der Wohnung, Trinkbrunnen), spezielle Katzenmilch aus dem Fachhandel (laktosefrei, in Maßen als Leckerli) — aber nicht als Dauergetränk. Bei Kitten unter 8 Wochen: spezielle Aufzuchtmilch für Katzen (z.B. Royal Canin Babycat Milk) — niemals Kuhmilch.
Was darf eine Katze nicht essen?
Lebensgefährlich: Schokolade (Theobromin-toxisch), Kaffee/Tee (Koffein), Alkohol, Weintrauben/Rosinen (Nierenversagen), Zwiebeln/Knoblauch (Anämie), rohes Schweinefleisch (Aujeszky-Virus tödlich!), Avocado. Ungesund: Kuhmilch (Laktoseintoleranz), Zucker/Süßigkeiten, Salzig gewürztes, Nüsse (Fettleber), Knochen (Splitter), rohe Eier (Biotinmangel), roher Fisch (Thiaminmangel). Nicht dauerhaft: Hundefutter (zu wenig Taurin → Blindheit). Bei versehentlichem Verzehr: sofort Tierarzt kontaktieren oder Tiergiftnotruf (0711-6450035). Erste Symptome: Erbrechen, Durchfall, Apathie, Krämpfe.
Wie stelle ich das Katzenfutter um?
Immer langsam über 7-14 Tage. Woche 1: Tag 1-3: 75% altes + 25% neues Futter mischen. Tag 4-6: 50/50. Tag 7-9: 25% altes + 75% neues. Ab Tag 10: 100% neues Futter. Bei empfindlichen Katzen 14-21 Tage einplanen. Beobachte Kotkonsistenz und Fressverhalten — bei Durchfall einen Schritt zurück. Viele Katzen verweigern neues Futter anfangs — Geduld, nicht sofort wieder wechseln. Keine völlige Futterverweigerung über 24h zulassen (Leberverfettungsgefahr). Tipp: Neues Futter anwärmen oder mit etwas Thunfischsud übergießen macht es attraktiver.
Was ist BARF für Katzen?
BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) ist rohes Fleisch mit Innereien, Knochen und Zusätzen (Taurin, Vitamine, Mineralien). Vorteile: sehr natürlich, höchste Qualität, bessere Zahngesundheit. Nachteile: aufwändig (Rationen berechnen, einfrieren), hygienisch heikel (Salmonellen!), bei falscher Zusammensetzung Mangelerscheinungen, teurer (80-120€/Monat). BARF ist nichts für Anfänger — Ernährungsberater oder fertige Frostmenüs (Animonda BARF, Wildes Land BARF) nutzen. Für die meisten Halter ist hochwertiges Nassfutter (Animonda Carny, MjAMjAM) die praktischere Alternative mit fast gleichem Ernährungswert.
Wann sollte ich Kitten-Futter umstellen?
Kitten-Futter bis zum 12. Lebensmonat füttern, bei großen Rassen (Maine Coon, Ragdoll, Norwegische Waldkatze) bis 18-24 Monate. Kitten-Futter hat höheren Fett- und Proteinanteil — notwendig für Wachstum. Umstellung auf Adult-Futter langsam über 2 Wochen. Erwachsene Katzen brauchen weniger Kalorien, aber immer noch hohen Fleischanteil. Ab 10 Jahren auf Senior-Futter umstellen — leichter verdaulich, schont Nieren. Trockenfutter-Kitten-Sorten: Royal Canin Kitten, Purizon Kitten, Hills Kitten. Nassfutter-Kitten-Sorten: Animonda Carny Kitten, MjAMjAM Kitten.
Wie erkenne ich eine Futterallergie bei meiner Katze?
Symptome einer Futterallergie: chronischer Durchfall oder Erbrechen (mehr als 2-3× pro Monat), Juckreiz und übermäßiges Putzen (besonders Gesicht, Pfoten, Bauch), Haarausfall in Flecken, chronisch entzündete Ohren (Otitis), Hautrötungen. Häufigste Allergene: Huhn, Rind, Fisch, Getreide. Diagnose: Ausschlussdiät mit neuer Proteinquelle (z.B. Kaninchen, Pute, Wild) über 8-12 Wochen — konsequent, keine Leckerli, kein anderes Futter. Wenn Symptome weggehen: Allergen identifiziert. Dauerhafte Fütterung mit hypoallergenem Futter oder Allergie-verträglicher Proteinquelle. Wichtig: Tierarzt konsultieren.
Wie oft am Tag sollte ich meine Katze füttern?
Erwachsene Katzen: 2-3 Mahlzeiten täglich (morgens, abends, optional mittags). Feste Fütterungszeiten helfen, nicht zu viel zu fressen. Kitten unter 6 Monaten: 4-5 Mahlzeiten täglich, kleinere Portionen. Kitten 6-12 Monate: 3-4 Mahlzeiten. Senior-Katzen ab 10 Jahren: 2-3 kleinere, häufigere Mahlzeiten. Bei Trockenfutter-Fütterung kann der Napf über Tag gefüllt bleiben (wenn kein Übergewicht). Nassfutter nicht länger als 2-3 Stunden stehen lassen (bakterielle Besiedlung). Bei Mehrkatzenhaushalten: getrennte Futterplätze. Maximal 24h ohne Futter — Leberverfettung droht.
Welches Futter ist bei Blasensteinen oder Harnwegsproblemen?
Bei Harnwegs- und Blasenproblemen (FLUTD) ist Nassfutter die erste Wahl — hoher Feuchtigkeitsanteil spült die Blase durch. Spezial-Diätfutter: Hills Prescription Diet c/d, Royal Canin Urinary SO, Animonda Integra Protect Harnstein. Diese Futter haben einen angepassten Mineralstoff-Gehalt, der Kristallbildung verhindert, und meist einen säuernden Effekt auf den Urin. Wichtig: Trinkbrunnen anbieten (fördert Wasseraufnahme), Trockenfutter reduzieren oder ganz weglassen. Nach Blasenstein-OP lebenslang Urinary-Diätfutter. Bei Schmerzen oder Blut im Urin: sofort Tierarzt — verstopfte Harnröhre kann innerhalb von 24-48 Stunden zum Tod führen.